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Begabungen finden und fördern


Förderung durch Separation


Separation meint hier den Unterschied zur Integration. Es ist also die Begabungs-
förderung für eine Gruppe von Kindern bzw. Jugendlichen, die zumeist den Eltern/
Erziehungsberechtigten oder Lehrer/innen dafür empfohlen wurden, z.T. durch
einen hohen IQ dafür auch prädestiniert sind.

Damit entsteht sofort die Frage, ob bei vagen Auswahlkriterien die dadurch getroffene
Entscheidung gegenüber nicht Ausgewählten berechtigt ist und ob sie für jeden
Ausgewählten überhaupt förderlich ist (oder ihn etwa überfordert).

Solche Fragen sind fast immer gegenstandslos, wenn es sich um Förderformen handelt,
die neben der normalen Schullaufbahn besucht werden können. Derartige Formen sind
öffentliche Vortragsserien ( z.B. „Universität für Kinder“) und ähnliche Angebote oder
Ferienkurse ( z.B. „Sommerakademien“) oder regelmäßig, mittelfristig angebotene
Arbeits- oder Interessengemeinschaften an Schulen oder auch außerhalb der Schulen
(z.B. an „Freizeitzentren“).

Für Angebote dieser Art stehen entweder genügend Plätze zur Verfügung oder es werden
auf der Basis konkreter Vorleistungen (z.B. in Wettbewerben erbracht) persönliche
Einladung ausgesprochen oder aber der finanzielle Beitrag – von den Eltern aufzubringen –
ist beträchtlich (ein "Freiplatz" oder Nachlass wird nur – wenn überhaupt – beim
Nachweis sowohl der Bedürftigkeit als auch der Förderberechtigung gewährt).

Sehr wichtig sind aber die Entscheidungs- und Auswahlkriterien in den Fällen, in denen
eine Förderform eine Schullaufbahnspezialisierung bedeutet.
Solche Fälle sind Spezialklassen oder Spezialschulen für allgemein oder speziell besonders
begabte Schüler/innen. In diesen Fällen überlegen sich die Eltern/Erziehungsberechtigten
meistens selbst die Bewerbung sehr gut, und auch die Bildungseinrichtungen entscheiden
über die Aufnahme erst nach sorgfältiger Prüfung (Tests, Gespräche ect.).

Eine falsche Vorstellung ist aber, dass solche Klassen "homogen" zusammengesetzt seien.
Die "Inhomogenitäten" nach Charakter, Interessen, Arbeits- und Denkstilen etc. können die Lehrkräfte
außerordentlich fordern. Der wesentliche Vorteil einer separierten gegenüber einer integrierten Förderform
besteht vielmehr nach meinen Erfahrungen in dem besonderen Lernklima, welches sich Schülerinnen
und Schüler mit ihrem Informationshunger und Engagement vor allem selbst schaffen.

( Damit machen die Schüler manche unzureichende Lehrerleistung wett, die es leider auch
an solchen Einrichtungen gibt.)

An einigen Schulen gibt es auch Mischformen von Integration und Separation.
Z.B. werden für einige Stunden die Schüler/innen entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit
neu in Lerngemeinschaften zusammengefasst. Eine solche Form wird allerdings nur
dann wirksam, wenn die Unterrichtenden befähigt sind, die Begabten wirksam zu
fördern.