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Begabungen finden und fördern


Begabungen fördern!

Die Einheit von "Suchen-Finden-Fördern"


Gesucht wird natürlich in der Hoffnung, das Gesuchte zu finden.
Aber selbst wenn diese Hoffnung nicht (voll) erfüllt wird, stellt eine sensible Suche für
den Probanden eine Förderung dar, da er öfter ungewohnten Denkanforderungen begegnet.
Und wir erhalten fortschreitend Aussagen über die Ausprägung der Begabung.
Man spricht von Identifizierung durch Förderung

Allgemein gilt, dass wir im Suchprozess ständig unsere Anforderungen erhöhen müssen,
da wir doch nach dem Ausprägungsgrad der Komponenten der Begabung fahnden!
Wenn wir die Leistungsfähigkeit mit unseren Forderungen öfter überschritten haben,
registrieren wir wahrscheinlich eine momentane (!) Leistungsgrenze.
Nach WYGOTZKI beginnt Förderung gerade in einer solchen Schwellensituation.
Kurz formuliert spricht man von Förderung durch Forderung!
Erst aus dem Verhalten bei Überschreitung der Leistungsgrenze erhalten wir solide
Informationen über tiefergehende Interessen und Beharrlichkeit.

Bei dieser Arbeit an der Leistungsgrenze ist pädagogisches Feingefühl notwendig.
Der Proband soll gefordert aber nicht durch Überforderung frustriert werden!
Das erreichte Niveau (z.B. in der Methodenkompetenz) muss gefestigt werden.
Insgesamt ist der richtige Wechsel von Fortschritt und Beharrung gefragt. Um diesen
Wechsel zu finden, kann man auch den Probanden einbeziehen, indem man mehrere
Probleme (unterschiedlicher Schwierigkeit) zur Bearbeitung anbietet.
Bei dieser Arbeit an der Leistungsgrenze darf die Festigung des Erreichten nicht
vernachlässigt werden. Also sind auch Übungen mit minimaler Transferleistung notwendig.

Jeder Lernende braucht ein Feedback. Er benötigt gewöhnlich Hilfe, um aus Misserfolgen
die richtigen Konsequenzen zu ziehen. Vor allem stimulieren ihn natürlich Erfolge,
dazu gehört auch, dass Erfolge z.B. in Wettbewerben eine breitere Öffentlichkeit finden.

Zusammenfassend stelle ich fest, dass solch ein langfristiges kombiniertes Vorgehen
von Suchen, Finden und Fördern optimal sowohl für einzelnen Probanden,
als auch vor allem für Gruppen – siehe dazu die nächsten beiden Kapitel - ist.