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Begabungen finden und fördern


Vergleich mit den Modellen von Renzulli, Mönks und Heller

renzulli Image


Das Modell von Renzulli
Renzulli veröffentlichte 1978 das erste von den sehr bekannt gewordenen Mehrfaktorenmodellen.
Es wird auch heute noch häufig unter dem Namen "3-Ringe-Modell" genutzt.
Damit sind die drei Ringe im Inneren der obigen Figur gemeint. Der Bereich, welcher von allen
drei Kreisen überdeckt wird, veranschaulich die Begabung.
Mein Modell lässt sich wie folgt mit dem von Renzulli vergleichen:
"Intelligenz" entspricht in etwa der "Denkfähigkeit" und "Motivation" in etwa der "Einstellung".
"Kreativität" ist in meinem Modell ein Produkt aller Dispositionen, insbesondere
auch unter Berücksichtigung von "Sensibilität und Phantasie".
Als Mangel empfinde ich, dass in diesem Modell der Faktor "Wissen" nicht explizit auftritt,
da sich z.B. Lehrende häufig und sehr stark an einem "umfangreichen Wissen" der Lernenden
bei ihren Einschätzungen orientieren.
Das Modell von Mönks
Mönks u.a. nahmen 1986 eine Erweiterung des "3-Ringe-Modells" vor, indem sie es um die Umweltfaktoren
Familie, Schule, Freunde erweiterten (s.obige Figur), es wird auch als "Modell der triadischen Interdependenz"
bezeichnet. Nach meiner Festlegung ist Begabung ein System innerer Dispositionen, welches wesentlich
von äußeren Faktoren beeinflusst wird; zweckmäßig ist es aber, mit einem Modell zu arbeiten, welches nicht
mit externen Faktoren überfrachtet wird. D.h. im Zentrum sollte die Person stehen. Geschieht die Förderung
in der Familie, wird wohl selbstverständlich über die Bedeutung der Umwelt reflektiert, geschieht sie im
Kindergarten bzw. in der Schule ist "Zusammenarbeit von Elternhaus und Schule" ein wesentlicher Faktor, der
leider infolge der Überlastung der Pädagogen nicht immer eine wesentliche Rolle spielt.
Das Modell von Heller
Nach Heller (1992) gehört "Begabung zu den hypothetischen Konstruktbegriffen".
(vgl. >Infos>Literatur, Heller, a.a.O., S.24).
Die von ihm für das "Münchner Hochbegabungsmodell" benutzte Abbildung veranschaulicht also ein Konstrukt.

Bild Heller

Im Zentrum des Modells stehen vier Charakteristika, die aufgesplittet werden:
Von den "Begabungsfaktoren" findet man in meinem Modell die "kreativen" und - da ich mich auf
allgemein-geistige Begabungen beschränke - sonst noch die "intellektuellen Fähigkeiten" wieder.
Die "Nichtkognitiven Persönlichkeitsmerkmale" entsprechen in etwa meiner Disposition "Einstellungen",
insbesondere der "Beharrlichkeit". "Leistungsbereiche" entsprechen den möglichen "Interessen".
Wie Mönks nimmt Heller "Umweltmerkmale" in sein Modell auf. Man kann das Münchner Modell auch
als eine sehr differenzierte Darstellung des Modells von Mönks ansehen. Ein solches Modell ist m.E.
wenig für die praktische Handhabung geeignet.

Es sei hiermit jedem empfohlen, nach dem Vergleich dieser und evtl. noch anderer Modelle,
sich für seine Zwecke ein eigenes Modell zu kreieren.

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