Home
Einführung
Ansätze
Modell
Kritik
Fördern
Hilfen
Infos
Design
Impressum

Begabungen finden und fördern


Weitere Begabungsrichtungen lassen sich m.E. in etwa dadurch erfassen, dass man
die inhaltlichen Unterschiede der anderen gegenüber der allgemein-geistigen (intellektuellen)
Begabungsrichtung herausstellt und diese Unterschiede zur Modifikation nutzt.

Man wird mir wohl zustimmen können, dass im Modell an der primären Komponente Einstellung
keine prinzipelle Änderung vorgenommen werden muss: Nur wird das Interesse eben dann an Gebieten,
die die Begabungsrichtung charakterisieren (Musik, Sport, Sozialbereich etc.), deutlich. Die
Beharrlichkeit umfasst dann ggf. solche offensichtlichen und messbaren Faktoren wie Übungs-bzw.
Trainingsintensität. Auch Phantasie und Sensibilität sind dann an den Interessengebieten festgemacht.
Wissen ist eigentlich immer "Wissen und Können", bei diesen "anderen" Begabungsrichtungen tritt
aber das Wissen als "Hintergrundswissen" hinter dem Können zurück.

Der wesentliche Unterschied zwischen den verschiedenen Begabungsrichtungen wird bezgl. des hier
zugrunde gelegten Modells in der anderen primären Komponente zu machen sein. Über "Denkfähigkeit"
verfügt jeder Mensch, sie muss aber bei anderen Begabungsrichtungen nicht so ausgeprägt, insbesondere
abstrakt-logisch hochentwickelt, sein wie in der allgemein-geistigen (intellektuellen) Begabungsrichtung.
Der IQ-Test wird z.B. in den anderen Begabungsrichtungen kein wichtiger Test sein.
Die allgemein-geistigen (intellektuellen) Begabungsrichtung wird von uns wesentlich über die
rationale Denkleistung des Bewusstsein erfasst, bei den anderen sind dagegen stärker unterbewusste
Dispositionen wie Gefühle prägend: für die musisch-künstlerischen ein ästhetisches Gefühl, für
sportlich-physische das Körpergefühl, für sozial-kommunikative die Empathie. Für die handwerklich-
technischen Begabungsrichtungen ist eine stark praxisbezogene Denkfähigkeit ("Praktische Intelligenz")
charakteristisch.
Auf jeden Fall wird sich die Begabung in kreativen Hochleistungen zeigen. Daher sind Wettbewerbe
für die Begabungsfindung in allen Begabungsrichtungen wichtig. Gewertet wird natürlich interindividuell,
d.h. differenziert nach Altersgruppen.

Dieses sind meine Ideen, andere Begabungsrichtungen in einem strukturierten, schematischen Modell zu
erfassen. Realisationen dazu sind mir nicht bekannt. Im Modell von HELLER (>zurück >Vergleich...)
werden formal zwar alle Begabungen erfasst, aber m.E. ist es nicht praktikabel. Oft werden für
spezielle Begabungen (etwa für Gesang, Grafikdesign, Lehrtätigkeit etc.) spezielle Eigenschaften
listenmäßig zusammengefasst.

Zurück...